 |

Step by Step zum Ziel
Wer sich frühzeitig im Studium klare Ziele setzt, kommt besser voran. Wichtig dabei: Die Ziele sollten realistisch und positiv sein. Ein kleiner Crashkurs von Dörte Husmann.
Das erste Semester bringt eine Fülle von neuen Eindrücken, Themen und Aufgaben. Häufig tauchen auch grundsätzliche Fragen wieder auf, wie „Habe ich wirklich die richtige Studienwahl getroffen?“ oder „Auf welche Schwerpunkte sollte ich achten, um arbeitsmarktrelevante Qualifikationen zu erwerben?“
Um diese Fragen beantworten zu können, braucht ihr eine klare Vorstellung davon, welche Ziele ihr mit dem Studium erreichen wollt. Für viele konkretisieren sich die Ziele jedoch erst im Laufe des Studiums, und das ist für ein so großes Vorhaben wie ein Studium auch ganz normal. Deshalb: Setzt euch nicht unter Druck, sondern nutzt für eure Studienplanung die Prinzipien aus dem Projektmanagement.
Betrachtet das Studium als Projekt und die darin enthaltenen Aufgaben wie Referate, Prüfungen, Praktika und Auslandssemester als Teilprojekte, die ihr nicht nur erledigen müsst, sondern selbstständig und aktiv gestalten könnt. Diese Sichtweise hilft euch, euren persönlichen Handlungsspielraum zu erkennen und zu nutzen. Bei der Gestaltung und Planung können euch die folgenden Anregungen auf die Sprünge helfen (Siehe Kasten rechts):
SCHRITT FÜR SCHRITT PLANEN –
ETAPPEN FESTLEGEN
Verschafft euch einen Überblick über die Studienanforderungen, gliedert euer großes Ziel („Ich will mein BA-Studium zum Sommersemester 2011 abgeschlossen haben“) in einzelne Schritte und definiert die Etappenziele. So organisiert ihr schneller erste Fortschritte. Das motiviert zum Weitermachen.
ZEITRAHMEN FESTLEGEN –
„JUST IN TIME“ BLEIBEN
Um sich nicht zu verzetteln oder in Zeitdruck zu geraten, schätzt den Zeitaufwand ein, den ihr für die einzelnen Teilprojekte benötigt. Legt Zeitfenster und Zeitgrenzen für die Bearbeitung der Etappenziele fest und überprüft sie regelmäßig.
AUS FEHLERN LERNEN –
FLEXIBEL AGIEREN
Am Ende einer Arbeitsphase solltet ihr euch eure Resultate anschauen und mit den angestrebten Zielen vergleichen. Diese Art der bewussten Kontrolle ermöglicht es euch, euch selbst und eure persönliche Arbeitsweise besser kennenzulernen und bei Bedarf zu optimieren. Und: Kein Plan ist so gut, dass er Schwierigkeiten oder persönliche Fehler ausschließt. Seid nicht zu streng mit euch und gestattet euch Fehler. Häufig ist es der eigene, zu hohe Anspruch, der einen daran hindert, ans Ziel zu kommen. Wenn dies für euch zutrifft, verändert euer Ziel so, dass ihr es gut erreichen könnt. ZIELE POSITIV FORMULIEREN –
MOTIVATION FÖRDERN
Da das Studium einen längeren Zielweg umfasst, ist es besonders wichtig, dass ihr positive Ziele für euch formuliert. Die Motivation, ein Ziel zu erreichen, ist zum Beispiel hoch, wenn das Ziel attraktiv ist und wenn es eine gewisse Herausforderung darstellt. Ziele sollten weder zu leicht noch zu schwer sein. Nun ist bestimmt nicht jedes Referat oder jede Klausur per se positiv. Versucht trotzdem, eine positive Zielformulierung für die einzelnen Studienprojekte zu entwickeln und negative Formulierungen zu vermeiden. Statt „Ich möchte kein schlechtes Referat halten und mich blamieren oder eine schlechte Rückmeldung bekommen“ formuliert besser: „Ich werde ein spannendes Referat halten und freue mich auf das Feedback von meinen Kommilitonen und dem Dozenten.“ |
|
|