| |
Dr. Athina Zouni leitet eine Sonderforschungs-Arbeitsgruppe auf dem Gebiet der Photosynthese an der FU Berlin. Zudem betreut sie (Fachgebiet Biophysikalische Chemie) Praktika und hält Vorlesungen.
Was erwarten Sie von Ihren Studierenden?

Ich erwarte eine starke Motivation für das von ihnen gewählte Fach. Diese Motivation lässt sich vor allem durch die kritische Auseinandersetzung mit den fachlichen Inhalten erkennen. Studierende sollten sich zudem zum frühsten, möglichen Zeitpunkt einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsgruppen und deren wissenschaftliche Themen verschaffen, um der eigenen Zielsetzung näherzukommen.
Was nervt Sie am Nachwuchs?

Es nervt sehr, wenn man feststellen muss, dass die Studierenden ein größeres Interesse am „Punktesammeln“ haben, als an den Inhalten des gewählten Studienfaches. Ein weiteres Problem stellt für mich die Bequemlichkeit gekoppelt mit der Unselbstständigkeit im Denken und Handeln von Studierenden dar.
Was empfehlen Sie für einen erfolgreichen Studienstart?

Zuerst sollte sich jeder Studierende darüber klar werden, ob er/sie sich wirklich ernsthaft für das gewählte Fach interessiert. Ernsthaftes Interesse bedeutet, etwas verstehen zu wollen und ggf. bereit zu sein, Durststrecken durchzustehen. Falls dieses Interesse vorhanden ist, sollten Studierende sich mit ihren schulischen Leistungen (Basiswissen) in dem gewählten Studienfach kritisch auseinandersetzen. Mögliche Defizite sollten sie möglichst schnell und gezielt durch angebotene Kurse minimieren, um die geforderten Studienleistungen erfolgreich zu bestehen.
Zuerst sollte sich jeder Studierende darüber klar werden, ob er/sie sich wirklich ernsthaft für das gewählte Fach interessiert. Ernsthaftes Interesse bedeutet, etwas verstehen zu wollen und ggf. bereit zu sein, Durststrecken durchzustehen. Falls dieses Interesse vorhanden ist, sollten Studierende sich mit ihren schulischen Leistungen (Basiswissen) in dem gewählten Studienfach kritisch auseinandersetzen. Mögliche Defizite sollten sie möglichst schnell und gezielt durch angebotene Kurse minimieren, um die geforderten Studienleistungen erfolgreich zu bestehen.
Wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium sind Eigenschaften wie Organisation, Disziplin, Geduld, Selbstständigkeit im Denken und Handeln sowie Kommunikationsfähigkeit. Darüber hinaus sollte jedem Studierenden deutlich gemacht werden, dass das Lernen von schwierigen Sachverhalten meist ein einsames „Geschäft“ ist. Es beinhaltet viele Stunden intensiven Lernens. In diesem Zusammenhang halte ich einen sinnvollen Ausgleich zum Studium wie beispielsweise Sport, Kultur und Kunst für ausgesprochen sinnvoll.
|
|
 |
| |
 |
|
Prof. Dr. Peter Massing hat einen Lehrstuhl für Sozialkunde und Didaktik der Politik am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin. Das beinhaltet, dass er für die Ausbildung von Politiklehrern zuständig ist. Außerdem ist er zurzeit geschäftsführender Direktor des renommierten Politik-Instituts.
Was erwarten Sie von Ihren Studierenden?

Zuerst etwas ganz Selbstverständliches: Interesse für das Fach, das sie studieren. Des Weiteren, dass sie neugierig sind und offen, um sich auch auf Unbekanntes einzulassen. Ich erwarte als Politikwissenschaftler, dass sie gern lesen und die Geduld aufbringen, sich manchmal auch durch schwierige Texte zu quälen. Ich erwarte, dass die Studierenden sich in Seminardiskussionen engagiert beteiligen, dass sie kritisch und widerspenstig sind – auch und gerade gegenüber den Dozierenden.
Was nervt Sie am Nachwuchs?

Ich ärgere mich eigentlich selten über Studierende. Einfach deshalb, weil ich selbst als Student meilenweit von meinem heutigen Bild eines „Idealstudierenden“ entfernt war. Was mich stört ist die, wie mir scheint, oft unkritische Haltung gegenüber den Dozierenden. Dass die Studentinnen und Studenten sich schlechte Vorlesungen und Seminare gefallen lassen, dass sie weder die Dozierenden noch ihre Mitstudierenden deutlich kritisieren und energisch Qualität einfordern.
Was empfehlen Sie für einen erfolgreichen Studienstart?

In erster Linie Gelassenheit. Vieles, was zu Beginn fremd und chaotisch wirkt, was einem gelegentlich Angst macht, wird schon nach wenigen Wochen kaum mehr als Problem wahrgenommen. Gerade am Anfang sollten die Studierenden die Angebote der Universität wie Einführungstage, Erstsemesterveranstaltungen, Studienberatungen intensiv nutzen. Sie sollen die Dozierenden mit Fragen nerven und sich durch die üblichen Gerüchte nicht irritieren lassen. Darüber hinaus sollten sie möglichst früh Arbeitsgruppen bilden und gemeinsam Seminare und Hausarbeiten vorbereiten. Sie sollten sich umsehen, welche studentischen Gruppierungen es gibt, die auch hochschulpolitisch aktiv sind. Vielleicht ist eine dabei, die ihren Vorstellungen entspricht.
|
| |
Friederike Stüven unterrichtet Medienpraxis im Internationalen Studiengang Fachjournalistik an der Hochschule Bremen. Bevor sie damit angefangen hat, arbeitete sie als Tageszeitungsjournalistin und später als freie Journalistin und Journalistenausbilderin an der Hamburger Akademie für Publizistik.
Was erwarten Sie von Ihren Studierenden?

Ich erwarte, dass sie selbstverantwortlich handeln. Damit ist gemeint: Ein Studium kann ich nicht als Konsument von Wissen absolvieren, nach dem Motto: So Dozent, nun bring mir mal was bei. Wie das Arbeitsleben erfordert auch das Studium Engagement, Eigeninitiative und Kreativität.
Was nervt Sie am Nachwuchs?

Genervt bin ich nicht von Studierenden. Baulärm oder Staus auf den Autobahnen nerven. Verärgert bin ich schon dann und wann. Zum Beispiel wenn ich mir vorkomme wie im Gemeinschaftskundegrundkurs in der zehnten Klasse. Wenn alle durcheinander reden, sich nicht zuhören, wenn keiner auf die Argumente der anderen eingeht. Oder ich ärgere mich, wenn Studierende ihre Interessen, ihr Wissensbedürfnis nicht in die Veranstaltung einbringen. Ich freue mich immer, wenn jemand sagt: Das will ich lernen. Das will ich wissen. Wenn ich das dann auch noch lehren kann, haben alle etwas von dem Seminar.
Was empfehlen Sie für einen erfolgreichen Studienstart?

Den Kernsatz: Das Leben ist zu kurz, um sich lange zu langweilen. Wer sein Studium, sein Fach, die Veranstaltung nicht spannend findet, sollte sich fragen: Was kann ich tun, um das zu ändern? Kann ich die Veranstaltung durch eigene Vorschläge beleben? Kann ich die Dozentin bitten, andere Themen zu behandeln? Wer dann zu dem Ergebnis kommt, das alles helfe nichts, der studiert vielleicht das falsche Fach?
|
|
 |