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Schreiben braucht Feedback Schreibblockaden? Versagensängste? Schamgefühle? Das Schreiben an der Uni setzt viele Studierende unter Dauerstress. Tipps von Schreibberaterin Stefanie Haacke, wie ihr das Schreiben besser in den Griff bekommt. Ohne Texte und Schriften ist Wissenschaft nicht denkbar. Insofern heißt studieren immer auch lesen und schreiben. Haus- |
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Schreibprojekte gut organisieren
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Wissenschaftliche Arbeiten
schreiben ERKUNDEN. Verschafft euch zunächst einen Überblick über die Verzweigungen des Themas in der wissenschaftlichen Literatur. Haltet eure ersten Eindrücke fest. Macht euch Notizen. Was versteht ihr? Was findet ihr interessant? Was versteht ihr überhaupt nicht? Was könnten Fragen sein, die ihr für euch gern klären möchtet? Schreibt alles auf. EINGRENZEN. Wenn ihr einen ungefähren Überblick über die unterschiedlichen Aspekte eures Themas habt, überlegt, welchen kleinen Ausschnitt ihr so interessant findet, dass ihr ihn bearbeiten möchtet. Denkt über Fragen nach, die es euch erlauben, einen gut und deutlich begrenzten Teil des Materials und der Literatur zu bearbeiten. Seid bescheiden! Ihr müsst in eurer ersten Hausarbeit keine Welträtsel lösen, sondern euch in der Regel an einem kleinen Materialstückchen erproben. Es ist gar nicht so einfach, beim ersten Mal realistische Grenzen zu setzen. FRAGEN STELLEN, ZIELE SETZEN. In der Regel fängt man im Zusammenhang mit der ersten Eingrenzung mit einer noch etwas unklaren Frage an. Das macht nichts, denn im Laufe des genaueren Lesens der entsprechenden Literatur, beim Schreiben erster Entwürfe und oft sogar noch beim Überarbeiten des Textes klärt man üblicherweise immer weiter, worauf man präzise hinaus will. Auch hier gilt: Alles aufschreiben und beim Aufschreiben ausloten: Wenn ich so frage, was folgt dann daraus? Was muss ich dann lesen? Wie kann ich dann argumentieren? … Egal ob ihr eine Frage stellt oder eine Annahme oder These formuliert, die ihr in eurer Arbeit prüfen wollt, wichtig ist, dass sich aus der Frage oder These konkrete und realistische Arbeitsschritte ergeben, die ihr machen könnt. LITERATUR AUSWÄHLEN. Nutzt die Literatur- BEIM LESEN WEITERDENKEN. Es lohnt sich, mit dem Stift in der Hand zu lesen, nicht nur um zu unterstreichen, sondern um herauszuschreiben, was euch wichtig ist, und um eigene Fragen, Kommentare und Ideen zu notieren, die euch beim Lesen kommen. Es gibt viele Strategien, um Informationen und Ideen ‚zwischenzulagern‘, die beim Lesen von wissenschaftlicher Literatur und wissenschaftlichen Quellen abfallen: Karteikartensysteme, Literaturverwaltungssoftware, Zettel, Dateien im Computer. Experimentiert, was am besten zu euch passt. STRUKTURIEREN. Damit die Arbeit fertig wird, müsst ihr irgendwann mit dem Lesen aufhören. Nun sitzt ihr vor den gesammelten Notizen, Informationen und Ideen und müsst überlegen, wie ihr daraus einen Text macht. Überlegt euch eine Reihenfolge, in der ihr eure Fragestellung oder eure Hypothese darstellt und beschreibt, wie ihr vorgegangen seid und was ihr gelesen und herausgefunden habt. Tipp: Verfasst eine Gliederung in vollständigen Sätzen: „In diesem Kapitel will ich zeigen, dass die wichtigste Frage, mit der ich die Literatur gelesen habe, xy war …“ usw. INS UNREINE SCHREIBEN. Jetzt habt ihr alles, was ihr braucht, um eine Rohfassung eurer Arbeit zu schreiben. Versucht nicht, auf Anhieb perfekt zu formulieren! Das gelingt auch erfahrenen Schreiber(inne)n nicht. All die fertigen Texte, die ihr gelesen habt, sind mehrmals überarbeitet worden, gekürzt, umgebaut, sprachlich poliert usw. Wenn irgendwas noch nicht ganz klar ist, könnt ihr Platzhalter einsetzen („ … bei Balke nachsehen …“). Hauptsache, ihr bekommt eine erste Fassung eures Textes aufs Papier. |
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LITERATUR EINBEZIEHEN. Hinter den Zitier- ÜBERARBEITEN. … heißt Umstellen, Überflüssiges rauskürzen, Fehlendes einfügen, Sätze entwirren und immer wieder die Gedanken in eine verständliche Reihenfolge bringen. Nehmt die Perspektive eurer Leser ein und prüft, ob alles gut verständlich ist. Sehr hilfreich sind freundliche Testleser(innen) (Freunde, Kommilitonen), die euch sagen, was ihr tun könnt, um euren Text noch verständlicher zu machen. KORRIGIEREN. Hier sind Freunde gefordert, denn andere sehen Fehler, die man selbst nicht mehr erkennt. ABGEBEN. Auch das Abgeben ist ein Arbeitsschritt. Er beinhaltet die Entscheidung, den Text, so wie er jetzt ist, zu ‚entlassen‘. Kein Text ist jemals ‚objektiv‘ fertig. Und keine Arbeit, die ihr |
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