| |

Ausschau halten nach
künftigen Mitarbeitern
Praktikantenprogramme sind für die Unternehmen ein wichtiges Instrument der Nachwuchsgewinnung. Sonja Neuthinger vom Personalmarketing des Healthcare-Konzerns
Roche Diagnostics sagt euch, worauf es ankommt. Interview: Carina Kamps
Frau Neuthinger, was hat Ihr Unternehmen
davon, dass es ein Praktikantenprogramm
für Studierende bereithält?
 Wir möchten dadurch zu qualifizierten Studierenden Kontakte knüpfen. Die Studierenden sollen erste Praxiserfahrung sammeln können. Das Programm ermöglicht darüber hinaus den Erfahrungsaustausch zwischen Fachabteilungen und Praktikanten. Veränderungen in den jeweiligen Studienrichtungen werden so ins Unternehmen hineingetragen. Man kann von Know-how-Transfer sprechen.

Worin unterscheidet sich die Teilnahme
an Ihrem Programm von einem „normalen“
Praktikum?
 Die Praktikanten bearbeiten selbstständig ein Projekt. Sie tragen hierfür die Verantwortung. Während des gesamten Projektes steht ein Mentor beratend zur Seite. Der Praktikant bekommt regelmäßig ein Feedback zu seiner Arbeitsweise. Teil von ,Projects and More‘ sind außerdem Seminare zu den Themen ,Projektmanagement‘ und ,Präsentationstechnik‘. Wir haben von vielen Praktikanten die Rückmeldung erhalten, dass diese Seminare nicht nur für das Arbeitsleben von Vorteil, sondern auch für das weitere Studium hilfreich sind.

Welche Voraussetzungen
muss ein
Bewerber erfüllen?
 Die fachlichen Voraussetzungen sind je nach zu besetzendem Praktikum unterschiedlich und werden in der Ausschreibung beschrieben. Grundsätzlich sind gute Englischkenntnisse, umfangreiche IT-Kenntnisse, Zielstrebigkeit und persönliche Einsatzbereitschaft wichtig. Ein bereits absolviertes Praktikum im jeweiligen Fachgebiet ist von Vorteil.

Wie profitieren die Studierenden?
Erhöht
das ihre Jobchancen?
 Sie schließen erste Kontakte zu den Abteilungen und erhalten einen Einblick in die Thematik. Dadurch können etwa Diplomarbeitsthemen entstehen. Sie gewinnen Fachpraxis, die für spätere Bewerbungszwecke generell von Vorteil sind. Zudem entwickeln die Studierenden durch unsere Seminare Fähigkeiten weiter, die im späteren Berufsleben unabdingbar sind. Dazu zählt etwa das Präsentieren vor einer Gruppe. Einige ehemalige Teilnehmer von ,Project and More‘ werden nach dem Praktikum in unser Bindungsprogramm ,Evolution‘ aufgenommen und haben einen Job bei Roche bekommen.

Welche Tipps haben Sie parat:
Wie können
Studierende den Einstieg in Praktikantenprogramme und später im Job besser
schaffen?
 Als erstes sind vollständige und aussagekräftige Bewerbungsunterlagen wichtig. Wer sich bei uns bewirbt, sollte konkret sagen, warum er unser Unternehmen ausgewählt hat und wo er zum Einsatz kommen möchte. Zudem sollten sich Studierende auf die angestrebte Stelle möglichst durch den Erwerb von Zusatzqualifikationen wie etwa Rhetorik oder Projektmanagement vorbereiten.
| |

|